„Jungenarbeit macht Schule!“ – Fachtag in Dessau machte Lust auf mehr!

Am 22.02.2012 trafen sich über 60 Frauen und Männer aus Politik und Praxis zur Fachtagung „Jungenarbeit macht Schule!“, welche vom Deutschen Familienverband in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung in Dessau organisiert wurde. Schon im Grußwort wies die Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Angela Kolb auf die Bedeutung von Jungenarbeit hin: „…Wir brauchen die Jungenarbeit mit dem Hintergrund auf die aktuellen Zahlen und Diskussionen in der Bildungsdebatte und den Blick auf die Straffälligkeit von Jungen und jungen Männern…“. Thomas Stimpel von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in Sachsen-Anhalt für die Evaluation des ESF Programm „Schulererfolg sichern“ zuständig, empfahl nicht nur dringend die geschlechtsspezifische Arbeit an den Schule, sondern auch den geschlechterreflektierten Ansatz in der Ausbildung für Pädagogen und Pädagoginnen als festen Bestandteil ins Curriculum zu implementieren. Uli Boldt, Experte für Jungenarbeit aus Bielefeldt, wies in seinem Vortrag unter anderem daraufhin, die Jungenarbeit als Querschnittsaufgabe für die Kinder- und Jugendarbeit zu sehen: „…Jungenarbeit heißt aber auch, den defizitären Blick und die defizitäre Sprache von den Jungen zu nehmen. Jungenarbeit muss sich auch mit Jungen beschäftigen, welche scheinbar keine Probleme haben!“. Tobias Grunert vom Deutschen Familienverband berichtete in seinem Vortrag über die Erfahrungen von 10 Jahren Jungenarbeit, über Elternarbeit, Väterfreizeiten und der Implementierung der Jungenarbeit in das Feld der Schulsozialarbeit: „… In der Arbeit mit den Jungen an der Grundschule geht es vor allem um Identitätsfindung. Rollenbilder und –erwartungen werden thematisiert, soziale Kompetenzen gefördert. Körperarbeit und Körpersprache gehörten ebenso dazu. Ziel sei es, die Jungen zu stärken und ihnen eine Vielfalt von Männlichkeit erfahrbar zu machen!“. In vier Workshops ging es anschließend um die praktische Arbeit – mit viel Spass und Leichtigkeit, welche den Fachtag für die TeilnehmerInnen zu einem gelungenen Tag abrundete.

Fotos (von Carsten Krause)

Dr. Angela Kolb, Uli Boldt und Tobias Grunert beim Fachtag

 

 

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