…paddeln bis an die Grenzen!

Bild 1Für Montag, den 4. November 2013, 9:00 Uhr, versprach die Wettervorhersage nichts Gutes. Gefühlte 7 Grad Lufttemperatur, 35 km/h Windgeschwindigkeit, zeitweise Schauer. Keine guten Voraussetzungen für eine Kanutour auf der Elbe. Eine Wahl hatten die Schüler_innen der fünften Klasse der Sekundarschule „G. W. Leibniz“ in Magdeburg aber nicht wirklich. Sie mussten sich der Witterung stellen und ihre eigenen Grenzen überwinden. Wie sie das schafften? Mit Teamwork!

Im Zuge des Projekts „JUMP-JUPITER“, welches die Thematik Kooperation und Teamwork behandelt, treffen sich die Schüler_innen der fünften Klassen und der Schulsozialarbeiter der „Leibnizschule“ wöchentlich. Mit spielpädagogischen Methoden entwickeln die Schüler_innen in den Übungen Teamfähigkeit, Selbstreflektion und Empathie. Die Übungen gestalten sich dabei völlig unterschiedlich.

Am vergangenen Montag mussten die Schüler_innen daher Wind und Strömungen trotzen. Startpunkt war das Gelände des Wassersportvereins „Lok“ im Rothehornpark. In Dreier- und Vierer-Kajaks stachen die Kinder in See. Doch schnell stellte sich heraus, so einfach paddelt es sich nicht. Ohne Erwachsene, ohne Erfahrung im Paddeln, mit Wind und Strömungen und ohne Teamarbeit, trieb es die Jungen und Mädchen ziemlich schnell in Richtung „Cracauer Wasserfall“. Langsam breitete sich Panik aus. Gepaddelt wurde plötzlich auch nicht mehr. Dafür wurde um Hilfe gerufen. Gefährlich war es nicht. Die tiefste Stelle lag bei knapp 70 cm. Für die Kinder jedoch fühlte sich die Gefahr durchaus real an. Der Wind blies, die Wellen peitschten, Hosen und Schuhe wurden nass. Die Betreuer, ebenfalls in einem Kajak, beruhigten die Lage und gaben Hinweise. Und plötzlich funktionierte es. Von allein sind die Schüler_innen überein gekommen, gemeinsam zu paddeln und zu steuern. Sie trotzten den Widerständen und erreichten strömungsärmere Tiefen.

Noch während Schüler_innen und Betreuer auf dem Wasser waren, erschien plötzlich die Polizei. Wie sich heraus stellen sollte, kamen die Beamten zu unserer „Rettung“. Menschen auf der Cracauer Seite hatten die Situation beobachtet und beschlossen, die Polizei zu rufen. Herr Dennis Helmecke, Mitarbeiter im Wassersportverein „Lok“ schmunzelte: „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt.“. Die Polizei erkannte schnell: Hier besteht keine Gefahr.

Wieder an Land und im Trockenem konnte festgehalten werden: Die Schüler_innen sind weit über ihrer Grenzen hinaus gegangen. Sie haben sich arrangiert, haben zusammen gearbeitet, haben unglaublich viel geleistet, sind selbstbewusster. Die Kinder der Klasse 5b können zu Recht stolz auf ihre Leistung sein.  Übrigens, alle möchten nochmal auf der Elbe paddeln. Einzige Bitte, das nächste Mal nur im Sommer.

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