Wie funktioniert das Smartphone? – Praktische Fortbildung für Sozialpädagogen

Berechnen, Messen, Löten, Berechnen, Messen, Löten, Berechnen, ….. In der vergangenen Woche nahmen Schulsozialarbeiter und Kollegen aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zwei Tage an der Fortbildung: „Handlungsorientierte Elektronikkonzepte“ teil.

Warum sich als Pädagoge mit Elektronik auseinander setzen? Was hat Pädagogik mit Elektronen und Protonen zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Fest steht aber, wir leben in einem Zeitalter in dem Technologien ständig präsent sind. Sei es das Smartphone, der Fernseher, der Laptop. Alles umgibt uns, ist immer griffbereit. Ein Verhältnis der Abhängigkeit hat sich implementiert, dessen wir uns schwer entziehen können. Kinder und Jugendliche – auch Erwachsene – nehmen die Technologien ganz selbstverständlich wahr und nutzen diese tagtäglich. Was aber dahinter steckt, wie elektronische Schaltungen aufgebaut sind, warum ein Smartphone überhaupt funktioniert, weiß kaum jemand. Hier setzte die Fortbildung an. Ziel war es ein Basiswissen der Elektronik zu vermitteln, welches die Sozialpädagogen in ihre praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen lassen können.

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg bedankt sich bei Achim Birkner für die Durchführung der Fortbildung sowie dem Lehrstuhl „Medienbildung“ der OvGU Magdeburg für die Kooperation.

Die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg wird über das Programm „Schulerfolg sichern“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.

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3 Antworten zu Wie funktioniert das Smartphone? – Praktische Fortbildung für Sozialpädagogen

  1. CodeParc schreibt:

    Ein technisches Grundverständnis ab einem bestimmten Alter zu vermitteln ist sicher nicht falsch, allerdings sollte dabei immer vorausgesetzt werden, daß dazu auch das nötige Interesse und die entsprechenden Fähigkeiten vorhanden sein müssen. Auch Fortbildung verliert ihren Sinn, wenn es an der fachlich dafür notwendigen Affinität mangelt. Nicht jeder interessiert sich für Technik, wozu denn auch!?

    Müssen wir alle tatsächlich dem durch die Wirtschaft aufoktroyierten Sachzwang folgen? Müssen wir tatsächlich zwingend Handy, TV, Laptop, Tablett-PC’s und ähnliches unser Eigen nennen? Brauchen wir diese Dinge denn wirklich so sehr, daß sie de facto „unverzichtbar“ im täglichen Leben sind? Ich denke ganz sicher nicht!

    Ich nehme mich dabei sicher nicht zum Maßstab für andere, aber ich persönlich habe gar keinen Fernseher, ich höre lieber Radio. Ich habe auch nie einen Laptop besessen, da sich für mich keinerlei Bedarf ergeben hat, stattdessen benutze ich lieber meinen Desktop-PC. Ich habe und hatte auch nie ein Mobiltelefon, da ich ausschließlich meinen Festnetzanschluß benutze. Abgesehen davon benutze ich auch keinen eReader, sondern lese Bücher, das sind diese schweren Wälzer, die mit bedrucktem Papier gebunden werden und dann im Regal stehen bis ich sie wieder in die Hand nehme! Und nein, ich bezahle an der Kassa immer mit echtem Bargeld, das sind diese aufwendig bedruckten Geldscheine und geprägten Münzen mit Zahlen drauf! Im äußersten Fall benutze ich aber meine Scheckkarte mit der ich auch den einen oder anderen Bezahlservice in Anspruch nehmen kann, falls über das Internet etwas bestellt wird.

    Es wäre hoch an der Zeit auch in den Schulen und Fortbildungsstätten eine etwas kritischere Haltung all diesen Dingen gegenüber zu vermitteln, anstatt dem jungen Menschen einen eher fragwürdigen Lebensstil anzuerziehen, der bestenfalls nur dazu dient den Konsum anzukurbeln, aber kaum einen wirklichen Nutzen für den einzelnen bringt. Darüber ernsthaft nachzudenken würde sich eher lohnen!

  2. M. Ulonska schreibt:

    Ich stimme Ihnen zu, dass die neuen Medien zu viel Raum einnehmen und Kinder und Jugendliche zu viel davon konsumieren. Dass Smartphones, Tablets, Fernseher usw. eine große und stetig wachsende Bedeutung für Kinder und Jugendliche haben, können wir nicht verhindern. Und Verbote oder vollständiges Ausblenden eines Themas erhöhen den Reiz für die Kinder noch mehr. Was wir allerdings machen können, ist den Kindern und Jugendlichen einen maßvollen Umgang vermitteln.
    Unsere Weiterbildung war nicht dazu gedacht, den Medienkonsum zu fördern, sondern zu verstehen wie die Technik dahinter funktioniert. Und sie hat sich ausschließlich an Beschäftigte der Kinder- und Jugendarbeit gerichtet, also nicht an die Schüler und Schülerinnen selbst. Diese Mitarbeiter können das neue Hintergrundwissen nun in ihre Arbeit einfließen lassen und mit den Kindern und Jugendlichen eigene Projekte zum Thema durchführen, in denen der maßvolle Umgang mit Medien immer oberste Priorität hat.

    • CodeParc schreibt:

      Danke für Ihre schnelle Antwort!

      Ich finde es durchaus lobenswert sich seiner Verantwortung bewußt zu sein, wenn es um die Frage der Weiterbildung geht. Ich bin selbst Techniker und habe jahrzehntelang in der IT-Branche gearbeitet, daher halte ich auch von Natur aus das Thema Elektronik und den Umgang damit für wichtig. Auch wenn es inzwischen schon sehr lange her ist werde ich die Worte unserer Professoren nach Abschluß unserer Ausbildung nie vergessen: „Sie alle treten nun Ihren Berufsweg in der Wirtschaft an, seien Sie sich aber immer darüber bewußt, wenn sie etwas neues entwickeln, dann soll es den Menschen dienen und deren Lebensqualität verbessern und nicht etwa nur Ihren Profit.“

      In genau diesem Sinne sollte auch Jugendarbeit erfolgen, wenn man ein Bauprojekt für junge Menschen erarbeitet.

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